Freiwillig Engagierte sind, in der Regel, für zivilgesellschaftliche Organisationen tätig. Hierzu zählen nicht nur Vereine und andere gemeinnützige Organisationen, sondern andere religiöse Vereinigen. Vor allem muslimische Organisationen lassen sich in diesen Bereich zuordnen. Für diese Art der Organisationen bildet das Ehrenamt ein wichtiges Standbein für die Bewältigung von edukativen und karitativen Aufgaben.

Befürworter des gesellschaftlichen Engagement argumentieren nicht nur mit der Steigerung des Selbstwertgefühles von Engagierten, sondern auch die Bildung eines Individuums zu einem verantwortungsvollen Menschen. Auch im Bereich Integration sei ehrenamtliches Engagement besonders wichtig. Denn es schütze das Individuum vor Isolation und liefert dem Engagierten soziale Eingebundenheit.

Doch das System des Ehrenamtes ist nicht unumstritten. Es wird seit längerem darüber diskutiert, ob wurde das Konzept des Ehrenamtes nicht „veraltet“ und überholt sei. Seitdem gibt es viele kritische Stimmen, die der Meinung sind, dass durch Ehrenamt und gesellschaftliches Engagement der Staat seine Obhutspflicht vernachlässigt und der integrative Charakter kaum erkennbar sei. Einige Kritiker gehen sogar so weit, dass durch Ehrenamt die Schere der sozialen Ungleichheit sich weiter ausweitet und sozial benachteiligte Menschen noch stärker benachteiligt werden

Trotz der diversen Diskussionen sind viele Akteure, vor allem muslimische Organisation, häufig im ehrenamtlichen Bereich tätig. Dies geht auch aus dem Freiwilligen Survey aus dem Jahre 2014 hervor. Um die Herausforderungen und Potenziale von gesellschaftlichen Engagement und seine positiven Effekte auf die Themen Integration, Pluralität und kulturelle Diversität verdeutlichen zu können, möchte das Islamische Kompetenzzentrum für Wohlfahrtswesen e.V. den Markt der Potenziale veranstalten.

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