„Begegnungscafés – Muhabbet Zirkel“ Muslimische Wohlfahrtspflege am Beispiel der Seniorenarbeit, mit dem Schwerpunkt Begegnung, Begleitung und Bildung im hohen Alter.

Ausgangslage

Die Mitgliedsorganisationen der DIK-Verbände auf kommunaler Ebene stehen vor der Herausforderung, Menschen im hohen Alter in ihrer selbständigen und gleichberechtigten Teilhabe an der Gesellschaft zu unterstützen. Die bedeutet Grundbedürfnisse, wie Schutz und Hilfe im Alter zu gewährleisten, ältere Menschen und Ihre Potenziale zu aktivieren und fördern und barrierefreie Partizipation für Menschen mit Behinderung im hohen Alter zu ermöglichen. Dabei ist es von großer Bedeutung die Fördergrundsätze bedarfsorientiert umzusetzen.

Mit der Umsetzung geht die Kultur- und Religionssensibilität einher. Sowohl die kulturellen als auch religiösen Bedürfnisse spielen insbesondere im hohen Alter eine bedeutende Rolle. DIK-Verbände müssen die spezifische Bedarfssituation ihrer Zielgruppe berücksichtigen und auf Grundlage kultur- und religionssensibler Bedürfnisse ihre Konzepte und Maßnahmen weiterentwickeln.

 

Projektidee

Das IKW möchte bedarfsorientierte Begegnungen für Senior:innen in den Moscheegemeinden schaffen. Um diese Begegnungen bedarfsorientiert zu gestalten ist es wichtig die Bedarfe und Bedürfnisse der Senior:innen zu erfragen. Dafür wird in der Vorbereitungsphase vom 01. August bis 31. Dezember 2021 eine Bedarfsanalyse durchgeführt. Aus dieser Bedarfsanalyse geht anschließend hervor, nach welchen Themen sich die Begegnungscafés inhaltlich richten werden.

In den Begegnungscafés vor Ort werden in einer geselligen Atmosphäre niederschwellige Seminare zu bedarfsspezifischen Themen angeboten. Dazu werden Begegnungscafés in den Gemeinden etabliert. Moscheegemeinden sind die Orte von Senior:innen, die sie als Begegnungsstätte aufsuchen und dort den Kontakt zu ihrem sozialen Umfeld pflegen können. Die angebotenen Seminare entsprechen ihren Interessen und Bedarfen, sodass ein aktives Lernen/Weiterbilden im Alter auch ermöglicht wird. Dabei geht es in dem Projekt darum Senior:innen die Chance zu geben in den Austausch und Dialog mit ihrem sozialen Umfeld zu treten, um so der Einsamkeit im Alter entgegen zu wirken. Außerdem wird die Bedarfsanalyse auch dazu dienen, die Angebote nach den Wünschen und Bedürfnissen der Senior:innen zu orientieren. Neben den Begegnungsmöglichkeiten in den Gemeinden werden auch Aktivitäten und Exkursionen angeboten, die als Abwechslung, aber auch als Erweiterung der Freizeitmöglichkeiten im sozialen Raum dienen. Damit werden Kontakte zu bereits bestehenden Angeboten und Akteur:innen im kommunalen Raum hergestellt. Ein Teil der Begegnungscafés wird online stattfinden, damit ein Beitrag zur Digitalisierung geleistet wird. Das IKW sieht sich mit der Durchführung dieses Projektes in der Aufgabe Impulse in den Gemeinden zu setzen und den Senior:innen vor Ort eine Chance zur Teilhabe am gesellschaftlichen Leben zu ermöglichen.

 

Projektziele

Das Projekt setzt sich folgende Ziele für die Zielgruppe:

  • Senior:innen eine aktive Teilnahme an Freizeitgestaltungen ermöglichen
  • Senior:innen mit ihrem sozialen Umfeld Begegnungen ermöglichen
  • Vernetzung im Sozialraum der teilnehmenden Moscheegemeinden mit anderen Akteur:innen aus der Seniorinnenarbeit
  • Weiterbildung im hohen Alter

Das Projekt setzt sich folgende Ziele für die Gemeinden vor Ort:

  • Die Moscheegemeinden vor Ort werden als Begegnungsorte von den Senior:innen und weiteren sozialen Einrichtungen wahrgenommen
  • Förderung des interkulturellen Dialogs
  • Professionalisierung der wohlfahrtspflegerischen Strukturen
  • Vernetzung und Verzahnung